FAQs Schule und Ausbildung

Ich bin in den Lehrer verliebt. Was soll ich tun?

Wenn du in einen Lehrer verliebt bist, gilt es zu sehen, was ihn so besonders für dich macht. Vielleicht findest du das, was dir an ihm gefällt, auch bei gleichaltrigen oder wenig älteren Jungen, wenn du näher hin schaust? Vielleicht ist es eher das Väterliche an ihm, das du vermisst? Es kann aber auch sein, dass es ganz einfach eine Schwärmerei ist – und das ist vollkommen okay. Eines musst du aber wissen: Ein Lehrer ist eine Amtsperson und darf deine Schwärmerei nicht erwidern. Gerne kannst du auch mit den Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums darüber reden.

Schon der Gedanke an Prüfungen macht mir Angst. Was kann ich dagegen tun?

Viele Menschen leiden an Prüfungsangst. Oft entsteht sie, wenn die Vorbereitung nicht zielführend verläuft. Zu einer guten Vorbereitung gehören bereits eine aufmerksame Mitarbeit im Unterricht und das rechtzeitige Nachfragen bei den Lehrpersonen, falls sich Unklarheiten ergeben. Genauso wichtig sind frühzeitiges Lernen und mehrmaliges Wiederholen. Oft zeigt sich die Prüfungsangst nur in einigen Fächern bzw. bei bestimmten Lehrpersonen. Du kannst dich ihnen anvertrauen. Vielleicht ist eine andere Form der Leistungsüberprüfung möglich? Falls du insgesamt ein sehr ängstlicher Typ bist, ist es sinnvoll, wenn du dir beim Psychologischen Dienst Unterstützung holst.

Meine Lehrperson behandelt mich ungerecht und blamiert mich immer vor der Klasse. Mit ihr kann ich darüber aber nicht reden. Wie kriege ich Hilfe?

Jeder Mensch hat das Recht, mit Würde und Respekt behandelt zu werden. So wie du deiner Lehrperson Respekt entgegenbringst und sie nicht beleidigst, z. B. durch Beschimpfungen, so ist es auch ihre Pflicht, dich mit Respekt zu behandeln. Wenn sie dich wiederholt bloßstellt, sprich mit deinen Eltern darüber. Sie werden der Lehrperson erklären, dass dich dieses Verhalten verletzt. Wenn du nicht mit deinen Eltern reden kannst, kannst du dich an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums wenden, an Young+Direct oder an die Kinder- und Jugendanwältin.

Meine Lehrperson versteht mich nicht. Was soll ich tun?

Wenn du das Gefühl hast, die Lehrperson versteht dich nicht, nimm deinen ganzen Mut zusammen und sprich sie darauf an. Vermutlich hat sie gar nicht mitbekommen, dass du dich missverstanden fühlst. Solltest du auch nach dem Gespräch das Gefühl haben, sie versteht dich nicht, dann wende dich an deine Eltern oder an eine erwachsene Person, der du vertraust. Sie werden mit dir eine Lösung überlegen. Du kannst dich auch an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums wenden, die an mehreren Schulen Sprechstunden anbieten.

Meine Noten sind negativ

Schlechte Noten können viele Gründe haben, es ist auch für Lehrpersonen nicht immer leicht zu verstehen, was die Gründe dafür sind. Wenn du wiederholt negative Noten bekommst, versuche herauszufinden, woran das liegen kann: Lerne ich zu wenig? Sollte ich mich mehr auf Tests vorbereiten? Kann ich mich schlecht konzentrieren? Fühle ich mich manchmal überfordert? Gibt es andere Situationen, die mich belasten? Bestimmt haben auch die Lehrpersonen und deine Eltern schon mit dir gesprochen. Nutze die Hilfsangebote der Schule, wie z. B. die Hausaufgabenhilfe. Die Lehrpersonen sind bemüht, dich zu unterstützen. Zeige ihnen, dass du bereit bist dich einzusetzen. Manchmal sind negative Noten aber auch ein Hinweis dafür, dass du trotz Einsatzes und Anstrengung Schwierigkeiten hast. Hier ist es wichtig, dass du Unterstützung und Hilfe bekommst, denn dass du schlechte Noten hast, heißt nicht, dass du faul und dumm bist. Es kann sein, dass der gewählte Schultyp nicht deinen Interessen und Fähigkeiten entspricht oder du eine Lernstörung hast. In letzterem Fall können und werden dich die Lehrpersonen gezielt unterstützen. Wenn du unsicher bist, wende dich an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums.

Ich bin 16 und möchte arbeiten. Muss ich noch zur Schule gehen?

In Italien sind Jugendliche bis 16 Jahre schul- und bis 18 Jahre bildungspflichtig. Das bedeutet, dass man bis 16 Jahre eine Schule besuchen muss. Wenn du 16 bist, kannst du bis zu deinem 18. Lebensjahr weiter eine Ober- oder Berufsschule besuchen oder du gehst arbeiten und besuchst begleitend eine Berufsausbildung an der Berufsschule. Nähere Informationen gibt es bei der Ausbildungs- und Berufsberatung.

Die Schule, die ich besuchen möchte, nimmt mich nicht auf. Was kann ich tun?

Bei schul- und bildungspflichtigen Schülerinnen und Schülern ist es unbedingt nötig an einer Schule eingeschrieben zu sein. Die Wahl der Schule steht den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern frei. Es gibt nur wenige Gründe, weshalb eine Schule die Einschreibung verweigern kann. Sollte ein Vorsprechen an der Schule zwecks Einschreibung nichts bringen, hast du die Möglichkeit, mit einem eingeschriebenen Brief um Aufnahme anzusuchen. Die Schule muss dann schriftlich antworten und eventuelle Gründe für eine Ablehnung darlegen. Bei weiteren Fragen wende dich bitte an das Sprachenzentrum Bruneck (Tel. 0474/530186).

Mein Kind hat mittlerweile die 2. Klasse einer Oberschule bzw. Fachschule geschafft; jetzt möchte er/sie aber die Schule hinschmeißen und arbeiten gehen. Wie sollen wir uns als Eltern verhalten?

Es kommt relativ häufig vor, dass Schülerinnen und Schüler im Laufe ihres Ausbildungsweges über einen Abbruch bzw. Wechsel nachdenken; problematisch kann es u.a. dann werden, wenn sich daraus ein „Grabenkampf“ entwickelt, wo es für alle Beteiligten kein Vor und kein Zurück mehr gibt.
Eine professionelle Beratung kann helfen, die verschiedenen Sichtweisen, Beweggründe und Sorgen offen anzusprechen, zu schauen, inwieweit diese vielleicht doch zusammengeführt werden können, weitere Alternativen zu suchen sowie die Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Mein Kind lässt sich bei der Schulwahl von seinen Freunden beeinflussen. Wie kann ich damit umgehen?

Es ist wichtig, das Thema mit dem Kind offen anzusprechen und sich mit ihm damit zu befassen, was seine Wünsche sind und in welchen Aspekten der Einfluss von Freunden mitwirkt. Dies kann auch in einem Beratungsgespräch bei der Ausbildungs- und Berufsberatung erfolgen.

Mein Kind möchte nicht mehr in die Schule. Bin ich für es verantwortlich, solange es minderjährig ist?

Bis zur Erfüllung der Schul- und der Bildungspflicht tragen die Eltern die Verantwortung für das Kind. In einem Beratungsgespräch können wir – idealerweise gemeinsam mit dem Kind – die Gründe erörtern und Möglichkeiten überlegen, damit das Kind der Pflicht nachkommt.

Als Vater/Mutter würde ich mich gerne über die Ausbildungs-, Studien- und Berufsmöglichkeiten meines Kindes informieren

Eltern finden Überblicksinformationen (Berufsporträts, Schul- und Studienangebot usw.) auf der Webseite des Amtes für Ausbildungs- und Berufsberatung bzw. in der Infothek der Berufsberatungsstelle. Außerdem werden regelmäßig Elternveranstaltungen zu verschiedenen Themen angeboten.

Mein Kind stört in der Schule dauernd. Was kann ich als Elternteil tun?

Versuchen Sie in Gesprächen mit den Lehrpersonen herauszufinden, in welchen Situationen bzw. in welchen Fächern ihr Kind stört. Beobachten Sie ihr Kind auch zuhause und in anderen Situationen und schauen sie, wie das Verhalten Ihres Kindes dort ist. Ein störendes Verhalten ist meist ein Signal. Vielleicht durchlebt Ihr Kind gerade eine schwierige Zeit oder es ist mit den Anforderungen, die an es gestellt werden, über- oder unterfordert. Sie können sich auch an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums wenden.

Einzelne oder mehrere Schüler/innen stören dauernd meinen Unterricht. Ich bin mit meinem Latein am Ende. Wo bekomme ich Hilfe?

Suchen Sie das Gespräch und den Austausch mit einem Kollegen oder einer Kollegin, dem oder der Sie vertrauen, und versuchen Sie herauszufinden, ob diese SchülerInnen auch in anderen Fächern dieses störende Verhalten zeigen. Manchmal ist es hilfreich, sich mit den Eltern gemeinsam auf den Weg zu machen und Absprachen zu treffen. Falls Sie Unterstützung in der Klassenführung wünschen, können sich dafür an Kollegen oder Kolleginnen Ihres Vertrauens oder an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums wenden.

Mein Kind streitet sich ständig mit den Mitschülern und Mitschülerinnen. Was kann ich tun?

Versuchen Sie in Gesprächen mit den Lehrpersonen herauszufinden, in welchen Situationen die Streitereien auftreten. Beobachten Sie ihr Kind auch zuhause und in anderen außerschulischen Situationen und schauen Sie, wie dort das Verhältnis mit anderen Kindern ist. Es ist wichtig, dass Sie dem Problem nachgehen, gleichzeitig aber auch eine bestimmte Distanz aufbauen und nicht von vornherein die anderen Kinder beschuldigen. Sollte sich zeigen, dass Ihr Kind auch in außerschulischen Situationen oft in Streitigkeiten verwickelt ist, können Sie sich an die Familienberatung wenden.

Ist mein Kind hyperaktiv?

Nicht jedes lebhafte Kind ist gleich hyperaktiv. Versuchen Sie in Gesprächen mit den Lehrpersonen herauszufinden, in welchen Situationen ihr Kind besonders unruhig ist. Beobachten Sie ihr Kind auch zuhause und in anderen Situationen. Fällt Ihnen auch dort ein besonders unruhiges Verhalten auf, ist es sinnvoll beim Psychologischen Dienst eine Abklärung zu beantragen. Sie können sich im Vorfeld auch an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums wenden.

Der Schüler sprengt den Rahmen. Wer kann mir helfen?

Suchen Sie das Gespräch und den Austausch mit einem Kollegen oder einer Kollegin, dem oder der Sie vertrauen und versuchen Sie herauszufinden, ob der Schüler oder die Schülerin auch in anderen Fächern dieses störende Verhalten zeigt. Versuchen Sie durch gegensefitige Beobachtungen die Situationen zu ermitteln, in denen die Störungen vermehrt bzw. weniger oder gar nicht auftreten. Oft ist es sinnvoll, sich mit den Eltern zusammenzusetzen und gemeinsame Absprachen zu treffen. Manchmal müssen individuelle Lösungen für eine solche Situation gesucht werden. Sie können sich dafür an Kollegen oder Kolleginnen Ihres Vertrauens oder an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums wenden.

Mein Kind leidet unter Schulangst. Wie kann ich ihm helfen?

Will das Kind aus Angst vor negativen Erfahrungen nicht zur Schule oder schafft es das Kind nicht, sich von wichtigen Bezugspersonen zu trennen? Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums helfen Ihnen, die Ursachen der Schulangst zu erkennen und einen Handlungsplan zu entwerfen.

Mein Kind schwänzt öfters die Schule.

Hat ihr Kind Angst vor Mitschülern, Lehrpersonen? Ist es überfordert? Oder hat es ganz einfach keine Lust auf Schule? Es ist wichtig, das Gespräch mit dem Kind und der Schule zu suchen und sich bei Bedarf an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums zu wenden.

Ich streite ständig mit meinem Kind über die Hausaufgabe. Was kann ich tun?

Die Hausaufgaben sind in vielen Familien ein leidiges Thema. Nicht selten beeinflussen sie das gesamte Familiengeschehen. Suchen Sie das Gespräch mit den Lehrpersonen und finden Sie heraus, welche Erwartungen an die Hausaufgaben gestellt werden. Vielleicht gelingt es gemeinsam, einige Vereinbarungen zu treffen. Es ist nicht sinnvoll, stundenlang bei den Hausaufgaben zu sitzen. Auch ist es wichtig, dass die Hausaufgaben in der Schule zumindest kontrolliert werden. Wichtig ist es sicher, eine Struktur zu entwickeln und das Thema so sachlich wie möglich anzugehen. Unterstützung dabei bekommen Sie im Pädagogischen Beratungszentrum.

Mein Kind ist beeinträchtigt. Wird es die Schule schaffen?

Jedes Kind hat ein Recht auf schulische Förderung, die seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten entspricht. „Im Mittelpunkt aller Bildungstätigkeiten stehen die Kinder und Jugendlichen in ihrer Einzigartigkeit und ihrer Beziehung zu anderen und zur Mitwelt. (…) Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrer Einmaligkeit angenommen und im Hinblick auf den Erwerb der vorgesehenen Kompetenzen bestmöglich gefördert.“ (Rahmenrichtlinien des Landes) Ist ein Kind beeinträchtigt, hat es das Recht auf individuelle Förderung mit eigenen, seinen individuellen Fähigkeiten entsprechende Zielen, die in einem eigenen Planungsdokument, dem Individuellen Bildungsplan, festgeschrieben sind. Auch die Eltern arbeiten an der Erstellung dieser Förderziele mit. Sollten die Ziele zu hoch gesteckt sein, können sie an die Möglichkeiten Ihres Kindes angepasst werden. Sollten Sie trotzdem den Eindruck haben, Ihr Kind ist überfordert, suchen Sie das Gespräch mit den Lehrpersonen. Informationen zu den gesetzlichen Bestimmungen und den Rechten Ihres Kindes geben Ihnen auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums.

Mein Kind hat Probleme beim Lesen, Schreiben, Rechnen…

Sollte Ihnen auffallen, dass Ihr Kind beim Schreiben, Lesen oder auch in Mathematik große Schwierigkeiten hat, die auch bei intensivem Üben nicht besser werden, kann es sein, dass eine Lernstörung vorliegt. Trotz altersgerechter intellektueller Fähigkeiten können einige Bereiche des schulischen Lernens betroffen sein. Diese Störung hat neurobiologische Ursachen. Wahrscheinlich haben Sie bereits mit den Lehrpersonen darüber gesprochen, und diese haben schon gezielte Fördermaßnahmen für Ihr Kind geplant und Ihnen vielleicht geraten, eine Abklärung beim Psychologischen Dienst vorzunehmen. Wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind vermitteln, dass es nicht dumm ist und es nichts dafür kann. Auch wenn es noch mehr übt, verschwinden diese Schwierigkeiten nicht vollständig. In der Schule haben die Lehrpersonen die Möglichkeit, Ihrem Kind durch didaktische Maßnahmen entgegenzukommen und es zu unterstützen. Sollten Sie Fragen zur rechtlichen Situation haben, wenden Sie sich an die Schule oder die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums.

Mein Kind schafft den Schulalltag nicht

Jedes Kind ist einzigartig. So fassen manche Kinder schulische Lerninhalte schneller auf, andere brauchen etwas mehr Zeit. Wenn Sie aber den Eindruck haben, Ihr Kind ist mit den schulischen Anforderungen überfordert, sprechen Sie mit den Lehrpersonen darüber. Vielleicht sind Sie ja schon von den Lehrpersonen darauf aufmerksam gemacht worden. Hier gilt es, gemeinsam mit den Lehrpersonen nach einer Lösung zu suchen: Gibt es Möglichkeiten, Ihr Kind zu entlasten? Braucht Ihr Kind vielleicht mehr Zeit bei den Aufgaben oder andere, zusätzliche Hilfestellungen? Die Lehrpersonen sind bemüht, Ihr Kind bestmöglich zu fördern. Bei manchen Kindern, deren schulische Schwierigkeiten auch bei gezielter Förderung anhalten, kann eine testpsychologische Abklärung sinnvoll sein, um herauszufinden, ob eine Schwierigkeit im Bereich der Aufmerksamkeit, der Gedächtnisleistungen oder anderen, für das Lernen wichtigen Bereichen vorliegt. Vielleicht können die Schwierigkeiten in der Schule auch andere Gründe haben. Sollten Sie unsicher sein, so sprechen Sie mit den Lehrpersonen. Sie können sich aber auch an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums wenden.

In meiner Klasse sind mehrere Kinder mit Migrationshintergrund, die dem Unterricht sprachlich nicht folgen können. Wie kann ich mit dieser Herausforderung umgehen?

Der Unterricht von heterogenen Lernergruppen ist ohne Differenzierung und genaue Unterrichtsplanung nicht möglich. Kooperative Lernformen und vielfältige Methoden ermöglichen es auch den Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund am Unterricht teilzunehmen. Materialien mit Selbstkontrolle können eingesetzt werden, wenn man die Niveaustufen trennen muss. Vor allem brauchen Kinder und Jugendliche Zeit, um neue Sprachen zu erlernen. Die Schüler und Schülerinnen sollen gefördert, aber nicht überfordert werden. Ein individualisiertes Programm und eine differenzierte Bewertung sind dafür möglich und notwendig. Bei weiteren Fragen können Sie sich an das Sprachenzentrum Bruneck (Tel. 0474/530186) wenden.

Was kann ich tun, damit sich eine neue Schülerin/ein neuer Schüler in der Klasse/im Kindergarten wohlfühlt?

Wenn die Gruppe/Klasse bzw. die pädagogischen Fachkräfte/Lehrpersonen auf die Ankunft eines neuen Kindes/Jugendlichen vorbereitet sind, kann gemeinsam überlegt werden, wie der neue Schüler/das neue Kindergartenkind willkommen geheißen werden kann. Der erste Eindruck ist ein bleibender und das Gefühl, wohlwollend aufgenommen worden zu sein, ist die beste Voraussetzung für einen positiven Start. Eventuell kann schon für die erste Phase der Eingliederung von Migrantenkindern ein Interkultureller Mediator/eine Interkulturelle Mediatorin herangezogen werden. Bei weiteren Fragen können Sie sich an das Sprachenzentrum Bruneck (Tel. 0474/530186) wenden.

Ein Kind/Jugendlicher mit Migrationshintergrund kommt neu in die Bildungseinrichtung. Wie können ihm und den Eltern wesentliche Informationen vermittelt werden, wenn keine Deutsch- bzw. Italienischkenntnisse vorhanden sind?

Schule und Kindergarten haben die Möglichkeit, beim Sprachenzentrum um den Einsatz eines Interkulturellen Mediators oder einer Interkulturellen Mediatorin anzusuchen, der oder die aus dem Heimatland der Familie kommt und vermitteln bzw. übersetzen kann. Am besten wird der Einsatz des Mediators oder der Mediatorin schon vorab geplant, so dass er/sie bereits am ersten Schul- bzw. Kindergartentag anwesend ist, um den Eltern und ihren Kindern Wesentliches zu klären. Generell stehen für eine erste Eingliederung in die Schule 30 und in den Kindergarten 20 Stunden Mediation zur Verfügung. Bei weiteren Fragen können Sie sich an das Sprachenzentrum Bruneck (Tel. 0474/530186) wenden.

Gespräche mit Eltern mit Migrationshintergrund gestalten sich manchmal schwierig. Was kann ich tun?

Sollte ein Gespräch mit den Eltern anstehen, kann man auf die Hilfe eines Interkulturellen Mediators oder einer Interkulturellen Mediatorin zurückgreifen, der oder die aus dem Heimatland der Familie kommt und meist denselben kulturellen und religiösen Hintergrund hat. Er wird zwischen dem Elternhaus und der Bildungseinrichtung zu vermitteln versuchen, um Missverständnisse zu vermeiden oder zu klären. Bei weiteren Fragen können Sie sich an das Sprachenzentrum Bruneck (Tel. 0474/530186) wenden.

Wo kann ich erfahren, ob es Sprachkurse für Menschen mit Migrationshintergrund gibt?

Im Pustertal werden die Sprachkurse für Erwachsene mit Migrationshintergrund von der Migrantenberatungsstelle Input der Caritas organisiert. Personen, die gerne Deutsch oder Italienisch lernen möchten, melden sich dort an und bei ausreichender Teilnehmerzahl werden die Kurse gestartet. Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, die an einer Schule eingeschrieben sind, können die Kurse des Sprachenzentrums besuchen. Eltern und, Schülerinnen und Schüler werden von der Schule darüber informiert. Bei weiteren Fragen können Sie sich an das Sprachenzentrum Bruneck (Tel. 0474/530186) wenden.

Soll ich meinen Sohn/meine Tochter in die italienische oder in die deutsche Schule schicken?

Eltern mit Migrationshintergrund können frei entscheiden, ob sie ihren Sohn/ihre Tochter an einer deutschen oder italienischen Bildungseinrichtung einschreiben. Empfehlenswert ist es, sich für die Schule zu entscheiden, deren Unterrichtssprache die Eltern am besten beherrschen, damit der Kontakt mit den Lehrpersonen/pädagogischen Fachkräften leichter möglich ist. Es ist von Vorteil, eine einmal getroffene Entscheidung für eine bestimmte Schulsprache über die gesamte Bildungslaufbahn beizubehalten. Bei weiteren Fragen können Sie sich an das Sprachenzentrum Bruneck (Tel. 0474/530186) wenden.

Welche Hilfen erhält mein Kind in der Schule?

Für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund sind in Schulen Stunden für die Sprachförderung vorgesehen. Das Sprachenzentrum bietet auch Kurse an, und zwar sowohl in der Unterrichtszeit als auch in der unterrichtsfreien Zeit. Die Lehrpersonen erstellen, wenn nötig, ein individualisiertes Lernprogramm und auch bei der Bewertung wird differenziert. Bei weiteren Fragen können Sie sich an das Sprachenzentrum Bruneck (Tel. 0474/530186) wenden.

Gibt es außerhalb der Schule für mein Kind die Möglichkeit, Deutsch/Italienisch zu lernen?

Auch in der Freizeit (nachmittags oder samstags) können Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund Deutsch- bzw. Italienischkurse des Sprachenzentrums besuchen. Der Besuch einer Musikschule oder eines Sportvereins sind weitere Möglichkeiten, um mit der deutschen bzw. italienischen Sprache in Kontakt zu kommen. Bei weiteren Fragen können Sie sich an das Sprachenzentrum Bruneck (Tel. 0474/530186) wenden.

Ich möchte mein Kind vom Religionsunterricht befreien. Darf ich das?

Sie können Ihr Kind vom Religionsunterricht befreien lassen. Wenden Sie sich in dieser Angelegenheit direkt an den Direktor oder die Direktorin der Schule, die Ihr Kind besucht. Er oder sie wird Sie dann über die Vorgehensweise bei der Befreiung vom Religionsunterricht informieren.

Darf mein Kind die Schule wechseln?

Grundsätzlich darf Ihr Kind die Schule wechseln. Ein Schulwechsel sollte aber immer gut überlegt sein, da er vor allem während des Schuljahres unter Umständen Probleme mit sich bringen kann. Wichtig ist auf alle Fälle, dass Sie sich mit dem Direktor oder der Direktorin der Schule Ihres Kindes in Verbindung setzen und die Vorgehensweise klären. Bei Unsicherheiten können Ihnen zudem die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pädagogischen Beratungszentrums weiterhelfen.

Was kann ich als Lehrer tun, um Kinder mit ADHS optimal zu unterstützen?

Schülern mit ADHS fällt es besonders schwer, konzentriert und ausdauernd zu arbeiten. Entsprechende Bemühungen sollten Sie deshalb unterstützen und die Kinder loben. Da Kinder mit ADHS mehr Führung von außen benötigen, sollten Sie klare Regeln aufstellen und Zeichen vereinbaren, mit denen Sie das Kind auf sein störendes Verhalten aufmerksam machen können. Es ist sehr hilfreich, wenn Sie sich um eine positive Beziehung zu dem Kind bemühen

Nicht jeder unaufmerksame Schüler, der den Unterricht stört, hat ja gleich ADHS. Wie erkenne ich als Lehrer den Unterschied?

Das ist nicht einfach. Zwischen völlig unauffälligem Verhalten und sehr starker ADHS-Symptomatik gibt es viele Ausprägungen. Typische Symptome einer ADHS sind leichte Ablenkbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten bei erkennbarem Leistungswillen, aber auch Impulsivität und Hyperaktivität. Diese äußern sich durch häufiges unaufgefordertes Reden, Unruhe am Platz sowie Aufstehen während des Unterrichts, obwohl das Kind die Verhaltensregeln kennt und grundsätzlich achtet. Eine gesicherte Diagnose kann jedoch nur ein spezialisierten Kinderarzt oder ein Kinder- und Jugendpsychiater stellen.

Über unsere 12-jährige Tochter wurden hinter ihrem Rücken von Mitschülern per Handy Gerüchte in die Welt gesetzt. Sie leidet sehr darunter. Was können wir als Eltern tun?

Leider ist dies ein Thema, das mittlerweile sehr viele Kinder und Jugendliche betrifft. Entweder sind sie Täter oder Opfer. Was oft als schlechter Scherz beginnt, kann schlimme Folgen haben. Kinder und Jugendliche werden sozial isoliert, bekommen psychische Probleme und erleiden große Stressmomente.
Bei diesen Gefahren im Netz kann man sich an die Postpolizei und das Europäische Verbraucherzentrum wenden.
Postpolizei Bozen: Tel. 0471/531413, E-Mail poltel.bz@poliziadistato.it
Europäische Verbraucherzentrum: Tel. 0471/980939

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